So nebenbei zu den Nationalratswahlen findet eine für unseren Kanton sehr viel wichtigere Abstimmung statt. Nach 274 Jahren sollen wir unsere Gemeindestrukturen über den Haufen werfen. Aber halt bitte wegen der Dringlichkeit nach den Nationalratswahlen. Ich finde die Abstimmung hat für unseren Kanton sehr viel mehr Bedeutung als ersteres.

Es wird vom Komitee 3-5 Gemeinden argumentiert, dass die Vereine nicht betroffen seien von den Zwangsfusionen. Das ist eine Aussage, die sich so nicht bestätigen lässt.

Denn in den meisten Gemeinden werden die Vereine unterstützt durch das Nutzen der Infrastruktur für Proben etc. Zudem gibt es solche die erhalten zusätzlich eine jährliche Pauschale Abgeltung. Der Stellenwert vor Ort ist in der gegenwärtigen Gemeindestruktur sehr hoch, kurze Wege, persönliche Nähe ganzer Bevölkerungsgruppen.

Dann gibt es Gemeinden die haben keinen aktiven Verein für ein bestimmtes Hobby. Somit ist gibt es auch keine Unterstützung dort.

Werden die Gemeindestrukturen vom Kanton neu bestimmt, heisst das noch lange nicht, dass für die Vereine alles so bleibt wie es ist. Da gibt es in der neuen Grossgemeinde und dem neu entstehenden Parlament noch lange nicht eine Mehrheit für eine solche Garantie bzw. es rechtfertigt noch lange nicht die Aussage es gebe keine Veränderung in diesem Bereich. Und das stört mich in der Argumentation der Gegenseite.

Anlässlich der Podiumsveranstaltung in Teufen am 20. September wurde prompt die Aussage gemacht „ dann sollen die Vereine hinterher fusionieren“. Dies ist der Beweis, dass die Argumentation des Komitees 3-5 Gemeinden widersprüchlich ist.

Verhindern wir dieses Wagnis mit einem Nein zum Regierungsrätlichen Gegenvorschlag

Und ermöglichen wir freiwillige Fusionen mit dem Ja zum Eventualantrag.