Was hat diese Schlagzeile mit der Fusionsdiskussion bei uns tun? Ganz viel, denn das Abstimmungsergebnis in Ostermundigen zeigt auf, wie ein Fusionsergebnis demokratisch legitimiert sein soll.

Die betroffenen Gemeinden Bern und Ostermundigen haben sich in einem mehrjährigen Fusionsprozess angenähert und die Zukunftslösung ihren Stimmberechtigten transparent und konkret vorgelegt. Die Stadt Bern hat mit gut 72 Prozent Ja gesagt, die Gemeinde Ostermundigen hat mit 57 Prozent Nein abgelehnt. Somit ist die Fusion vom Tisch und der Entscheid des kleineren Partners Ostermundigen kann nicht durch ein kantonales Abstimmungsergebnis übersteuert werden.

Genau so soll der demokratische Ablauf in Zukunft auch bei uns sein. Dieses Vorgehen entspricht genau dem Lösungsweg gemäss dem Eventualantrag des Kantonsrates, welcher so in die Kantonsverfassung geschrieben werden soll. Keine Zwangsheirat sondern eine freiwillige und gleichberechtigte Heirat auf Augenhöhe. Die kleineren Gemeinden sollen mitbestimmen und nicht von grossen übersteuert werden. Das ist wahre Demokratie, der Eventualantrag sieht das so vor. Darum ein Ja zum Eventualantrag und das Kreuz bei der Stichfrage beim Eventualantrag.